Im Nordwestturm hängt ein dreistimmiges Bronzegeläut. Es besteht aus drei unterschiedlichen Glocken. Sie hängen in einem dreifeldrigen Stahlstuhl (große Glocke in der Mitte) an geraden Stahljochen. Die mit 3.000 kg größte Glocke heißt „Neue Wilsnacker Glocke” und wurde im Jahre 1929 von der Glockengießerei Lauchhammer gegossen; ihr Schlagton ist h°. Als Zier trägt sie den Gekreuzigten und den Auferstandenen. Die „Brandenburger Glocke” (Schlagton d′) wurde 1913 in der Glockengießerei Ohlson (Lübeck) gegossen, sie findet Gebrauch zum täglichen Betzeitläuten. Die Kleinste ist die „Osterbruger Glocke” (Schlagton e′), 1532 von Hinrik van Campen gegossen, und wird geziert von der Muttergottes auf der Mondsichel. Der Berliner Dom (eigentlich: Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin) ist eine evangelische Kirche auf der Berliner Spreeinsel, deren nördlicher Teil als Museumsinsel bekannt ist. Der Dom gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten in Deutschland. Der heutige Dom wurde von 1894 bis 1905 erbaut und ersetzte einen deutlich kleineren und schlichteren Vorgängerbau an gleicher Stelle, der vorher abgerissen worden war. Das Gebäude besteht aus der zentralen Predigtkirche unter der Kuppel sowie der Tauf- und Traukirche. Ursprünglich gehörte zum Dom auch die so genannte Denkmalskirche, die in den 1970er Jahren abgerissen wurde. In diesem heute nicht mehr existierenden Gebäudeteil befanden sich (leere) Prunksärge, darunter auch ein Grabmal zum Andenken an Otto von … Video Bewertung: 4 / 5
Die franziskaner klosterkirche in Berlin -mitte unweit vom Alexanderplatz.Die Franziskaner-Klosterkirche in der Klosterstraße im Berliner Stadtteil Mitte ist die Ruine eines bis auf das Jahr 1250 zurückgehenden Gotteshauses. An der Stelle der heutigen Ruine wurde um 1250 mit dem Bau einer Klosterkirche im frühgotischen Stil für das Graue Kloster der Franziskaner begonnen. Die Feldsteinkirche war 52 Meter lang und 16 Meter breit. Reste davon sind noch heute in der nördlichen Mauer der Ruine zu finden. Mit dem heutigen Bau — einer dreischiffigen Basilika — wurde schon Ende des 13. Jahrhunderts begonnen. Die Bauarbeiten an der Backsteinkirche dauerten bis in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts. Um 1500 wurde der Bau saniert. Durch die Verlegung des Kollegialstifts aus Cölln in die Klosterkirche 1536 wurde diese der erste Berliner Dom. Im während der Reformation aufgelösten Kloster (außer der Kirchenruine ist kein Gebäude mehr erhalten) befand sich ab 1571 die erste Berliner Druckerei. 1574 wurde hier das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster eröffnet. Berühmte Schüler und Lehrer wie Karl Friedrich Schinkel, Friedrich Ludwig Jahn und Otto von Bismarck besuchten auch die Klosterkirche. Leonhard Thurneysser, der auch die Druckerei anlegte, ließ die Kirche 1583/84 restaurieren. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden kleine bauliche Veränderungen vorgenommen. So wurde der alte Treppenturm abgerissen und dafür eine neue Fachwerktreppe an der Westseite errichtet … Video Bewertung: 5 / 5